Orthoschuh Schweiz richtet sich neu aus – mit Fokus auf Fachwissen, Fachvermittlung, Versorgungstechnik und Innovation.
Der Markt für orthopädische Schuhversorgung verändert sich rasant. Digitale Prozesse, neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren, datenbasierte Diagnostik sowie individualisierte Versorgungskonzepte prägen unseren Alltag. Gleichzeitig verschieben sich politische und regulatorische Rahmenbedingungen, die Finanzierung steht unter hohem Kostendruck, und der Anspruch auf nachweisbare Versorgungsqualität wächst.
Vor diesem Hintergrund wandelt sich Orthoschuh Schweiz (orthoschuh.ch) vom Fachverband zur Fachgruppe. Mit dem Beschluss der Generalversammlung vom 20. November 2023 in Reinach (AG) verabschieden wir uns bewusst von Standespolitik und konzentrieren unsere Ressourcen auf das, was unsere Branche in dieser Transformation am meisten stärkt: exzellentes Fachwissen, wirksame Fachvermittlung, praxisnahe Versorgungstechnik und gezielte Innovation.
Warum dieser Schritt?
Was ändert sich konkret?
Unser fachlicher Fokus
Was bleibt?
Ausblick: Der Markt von morgenDie nächsten Jahre werden von fünf Entwicklungen geprägt sein – Chancen für alle, die Kompetenz konsequent ausbauen:
Der Vorstand:
Dieter Hediger, Roland Meister, Patrick Winkler
Der Markt für orthopädische Schuhversorgung verändert sich rasant. Digitale Prozesse, neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren, datenbasierte Diagnostik sowie individualisierte Versorgungskonzepte prägen unseren Alltag. Gleichzeitig verschieben sich politische und regulatorische Rahmenbedingungen, die Finanzierung steht unter hohem Kostendruck, und der Anspruch auf nachweisbare Versorgungsqualität wächst.
Vor diesem Hintergrund wandelt sich Orthoschuh Schweiz (orthoschuh.ch) vom Fachverband zur Fachgruppe. Mit dem Beschluss der Generalversammlung vom 20. November 2023 in Reinach (AG) verabschieden wir uns bewusst von Standespolitik und konzentrieren unsere Ressourcen auf das, was unsere Branche in dieser Transformation am meisten stärkt: exzellentes Fachwissen, wirksame Fachvermittlung, praxisnahe Versorgungstechnik und gezielte Innovation.
Warum dieser Schritt?
- Ressourcen wirksam einsetzen: Standespolitik bindet viel Energie. Indem wir sie nicht länger selbst betreiben, schaffen wir Raum für Inhalte, die den Alltag in Betrieben, Praxen und Labors direkt verbessern.
- Tempo der Innovation mitgehen: Von 3D-Scan und -Druck über parametrische Leistenentwicklung über KI-gesteuerte Versorgungssimulationen bis zu intelligenten Materialien – die Innovationszyklen werden kürzer. Unsere Mitglieder brauchen schnellen, strukturierten Zugang zu belastbarem Know-how.
- Komplexere Rahmenbedingungen meistern: Regulatorik, Qualitätssicherung, Vergütung und Beschaffung werden anspruchsvoller. Praxisnahe Auslegungshilfen und Best Practices helfen mehr als politische Grundsatzdebatten.
- Herstellung ausser Haus als Standard: Kundenspezifische Lösungen in serientauglichen Prozessen sind im Medizinalmarkt angekommen. Das verlangt neue Kompetenzen in Datenerfassung, Prozessdesign, Fertigung und Outcome-Messung.
Was ändert sich konkret?
- Keine Standespolitik mehr: Wir führen keine politischen Mandate, Kampagnen oder Lobbying-Aktivitäten.
- Fachliche Drehscheibe: Wir kuratieren, verdichten und vermitteln Wissen aus Praxis, Forschung und Industrie – neutral, herstellerunabhängig und evidenzorientiert.
- Transfer in den Betrieb: Unsere Formate priorisieren Umsetzbarkeit: Leitfäden, Werkstatt- und Prozess-Workshops, Fallbesprechungen, Tech-Deep-Dives, Qualitäts- und Messkonzepte.
- Kooperation statt Konkurrenz: Wir arbeiten mit Hochschulen, Kliniken, Reha-Partnern, Kostenträgern und verwandten Berufsgruppen zusammen, wenn es dem fachlichen Fortschritt dient.
Unser fachlicher Fokus
- Versorgungstechnik: Podotherapeutischer und biomechanischer Ansatz, Ganganalyse, 3D-Erfassung, digitale Leisten- und Einlagenkonstruktion, additive und hybride Fertigung, Materialkunde, Passform- und Druckvalidation.
- Qualität & Outcome: Einfache, praxistaugliche Messgrössen, Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung – mit Blick auf Nutzen für Patientinnen und Patienten.
- Fachvermittlung: Kompakte Weiterbildungen, Micro‑Learning, E‑Learning-Module, Vor-Ort-Workshops. Inhalte nach Kompetenzstufen (Einsteiger bis Expert) und Rollen (Werkstatt, Anpassung, Beratung).
- Innovation & Transfer: Scouting neuer Technologien, Verlängerte Werkbank und Qualitätsmanagement, Pilotprojekte mit Betrieben, „Sandbox“-Formate zum Testen von Prozessen, Austausch zu Software- und Datenstandards.
- Schnittstellen im Versorgungspfad: Interprofessionelle Zusammenarbeit (Ärztinnen/Ärzte, Physio, Orthopädie-Technik, Diabetesfachberatung), klare Kommunikations- und Übergabeprozesse.
Was bleibt?
- Branchenidentität und Handwerk: Wir stehen weiterhin für die Qualität unserer Profession – von der Anamnese über die Herstellung bis zur Nachbetreuung.
- Neutralität und Verlässlichkeit: Ohne standespolitische Agenda bleiben wir eine unabhängige Anlaufstelle für faktenbasierte Orientierung.
- Gemeinschaft: Die Fachgruppe ist eine Plattform von Praktikerinnen und Praktikern für Praktikerinnen und Praktiker.
Ausblick: Der Markt von morgenDie nächsten Jahre werden von fünf Entwicklungen geprägt sein – Chancen für alle, die Kompetenz konsequent ausbauen:
- Digital durchgängige Prozesse: Vom Erstkontakt bis zur Nachkontrolle entstehen integrierte, datengetriebene Prozessketten. Wer validierte Workflows beherrscht, verkürzt Durchlaufzeiten und erhöht die Reproduzierbarkeit.
- Mass‑Customization in Serie: Parametrische Modelle und modulare Baukästen verbinden Individualität mit Skaleneffekten. Das senkt Kosten und verbessert die Vergleichbarkeit von Outcomes.
- Nachweisbarer Nutzen: Kostenträger und Politik verlangen transparente Qualität. Standardisierte Messungen (z. B. Druck, Beschwerden, Aktivität) und klare Indikationspfade werden zur Voraussetzung.
- Interdisziplinäre Versorgung: Integrierte Netzwerke ersetzen Silos. Erfolgreich sind Betriebe, die Schnittstellen aktiv gestalten – mit klaren Rollen, Datenstandards und definierten Rückmeldeschleifen.
- Nachhaltigkeit & Resilienz: Materialwahl, Reparierbarkeit, Lieferketten und Kreislaufdenken gewinnen an Gewicht – fachliche Kompetenz wird zum Hebel für ökologische wie ökonomische Robustheit.
Der Vorstand:
Dieter Hediger, Roland Meister, Patrick Winkler
Weiterbildungskurs WBK 23/01
Kursinhalt: Umgang mit Narrativen
Datum: Montag, 20. November 2023
Zeit: 16.00 Uhr
Veranstaltungsrahmen: Mitgliederversammlung OS Schweiz
Ort: Reinach (Kt. AG), Aarauerstrasse 42, Firma Ortopag
Anmeldung ist im Menue Kursanmeldung möglich, die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Eine Anmeldung ist nur mit Bestätigung gültig.
Kurskosten:
Mitglieder: frei
Nicht-Mitglieder: CHF 120.-
Der Kurs wird in Form eines Dialogforums geführt, Sprache Deutsch. Kursinhalt: Oft sind wir mit Narrativen von Patienten konfrontiert, die unerwünschte Nebenwirkungen orthopädietechnischer Hilfsmittel wie Einlagen, Orthesen oder Spezialschuhe befürchten. "Werden meine Muskeln nicht inaktiv, wenn ich Einlagen trage? Können orthopädische Einlagen schaden?" wird manchmal gefragt. Wir wollen solchen Narrativen nachgehen und diskutieren unter ärztlicher Begleitung von Dr.med. S. Fortuna, Facharzt für Orthopädische Chirurgie.
Kursinhalt: Umgang mit Narrativen
Datum: Montag, 20. November 2023
Zeit: 16.00 Uhr
Veranstaltungsrahmen: Mitgliederversammlung OS Schweiz
Ort: Reinach (Kt. AG), Aarauerstrasse 42, Firma Ortopag
Anmeldung ist im Menue Kursanmeldung möglich, die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Eine Anmeldung ist nur mit Bestätigung gültig.
Kurskosten:
Mitglieder: frei
Nicht-Mitglieder: CHF 120.-
Der Kurs wird in Form eines Dialogforums geführt, Sprache Deutsch. Kursinhalt: Oft sind wir mit Narrativen von Patienten konfrontiert, die unerwünschte Nebenwirkungen orthopädietechnischer Hilfsmittel wie Einlagen, Orthesen oder Spezialschuhe befürchten. "Werden meine Muskeln nicht inaktiv, wenn ich Einlagen trage? Können orthopädische Einlagen schaden?" wird manchmal gefragt. Wir wollen solchen Narrativen nachgehen und diskutieren unter ärztlicher Begleitung von Dr.med. S. Fortuna, Facharzt für Orthopädische Chirurgie.
Jahresbulletin 2019
Auf 24 Seiten erhalten Sie Beiträge über:
- Haltungs- und Bewegungssteuerung: Die Körperhaltung im Wandel des Lebenszyklus von Podotherapeuten Dieter Hediger
- I'm alimited Edition! von Anastasia Anastasiadou. Pfiffige Ideen um den Mass-Schuh interessant zu machen
- Der Ago-Klebstoff im Schuhmacherhandwerk von Patrick Winkler. Wie es dazu kam, dass die Handwerker klebten
- Zwei Firmen, zwei Geschäftsideen: von Roland Meister und Stefan Kliegl
- ... und weiteres mehr
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- Haltungs- und Bewegungssteuerung: Die Körperhaltung im Wandel des Lebenszyklus von Podotherapeuten Dieter Hediger
- I'm alimited Edition! von Anastasia Anastasiadou. Pfiffige Ideen um den Mass-Schuh interessant zu machen
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Neujahrblatt 2018
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Neujahrsblatt 2018
Auf 52 Seiten finden Sie Interessante Beiträge. - Dieter Hediger, Podotherapeut - Anastasia Anastasiadou, Orthopädieschuhmachermeisterin - Interviews mit Orlando Rada, Philip Taylor, Gerwin Limbach und Patrick Winkler - Die Geschichte von den Gummisohlen (Schaltfläche unten zum download) - Kurse und Weiterbildung - und weiteres mehr Bestellen Leseprobe |
Fachseminar im Hause Bauerfeind
Seminar Orthesenapassung MiGeL 23
Am 13. Februar 2017 führte der Fachverband ORTHO SCHUH SCHWEIZ in Zusammenarbeit mit der Firma Bauerfeind ein Seminar für Orthesenanpassung im Bereich MiGeL 23 durch. Neben den medizinischen Grundlagen fand vor allem die individuelle Produktanpassung der Orthesen am Knie und Sprunggelenk breiten Raum. Herr Michál Zacharias, Medical Product Manager aus der Zentrale in Zeulenroda unterrichtete kompetent und erfahren, zeigte die verschiedenen Facetten der Indikationen auf, der Mechanik der Orthesen und Erfahrungen in der Abrechnung. Die Räumlichkeiten der Firma Bauerfeind im zentral gelegenen Oberrohrdorf erwiesen sich als ideal für diesen Kurs, an dem sich 13 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beteiligten.
Am 13. Februar 2017 führte der Fachverband ORTHO SCHUH SCHWEIZ in Zusammenarbeit mit der Firma Bauerfeind ein Seminar für Orthesenanpassung im Bereich MiGeL 23 durch. Neben den medizinischen Grundlagen fand vor allem die individuelle Produktanpassung der Orthesen am Knie und Sprunggelenk breiten Raum. Herr Michál Zacharias, Medical Product Manager aus der Zentrale in Zeulenroda unterrichtete kompetent und erfahren, zeigte die verschiedenen Facetten der Indikationen auf, der Mechanik der Orthesen und Erfahrungen in der Abrechnung. Die Räumlichkeiten der Firma Bauerfeind im zentral gelegenen Oberrohrdorf erwiesen sich als ideal für diesen Kurs, an dem sich 13 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beteiligten.
Kursleiter Michál Zacharias
Die Kompetenzanforderung im Bereich der MiGeL wird immer höher. Diesem Anspruch sind die Teilnehmer/innen des Seminars nachgekommen, indem sie sich über die medizinischen Hintergründe, Orthesenmechanik, Abgrenzung der Wirkungsprinzipien und Produkte, Anpassungstechnik und Erfahrungen im Gebrauch der Hilfsmittel informiert haben und dafür mit einem Zertifikat und viel Wissen nach Hause gehen durften.
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Neujahrsblatt 2017
„Wissen, was läuft“ heisst die Devise. Daraus ist das Neujahrsblatt des Fachverbandes ORTHO SCHUH SCHWEIZ entstanden, das auf 80 Seiten viele fachliche Inhalte von kompetenten Autoren bietet. Lesen Sie von:
- Prof. Dr. med. Victor Valderrabano und Dr. med. Dorian Hauke, Fachärzte für orthopädische Chirurgie
- Anastasia Anastasiadou, Orthopädieschuhmachermeisterin
- Anita Moser und Kobi Levi, Schuhdesigner/in
- Franz Kälin und Werner Schäfer, eidg.dipl. Schuhmachermeister und Schuhmacher
- Dieter Hediger und René Strehler, Podotherapeuten
- und weitere
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