OrthoSchuh Schweiz
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Orthoschuh Schweiz richtet sich neu aus – mit Fokus auf Fachwissen, Fachvermittlung, Versorgungstechnik und Innovation.

Der Markt für orthopädische Schuhversorgung verändert sich rasant. Digitale Prozesse, neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren, datenbasierte Diagnostik sowie individualisierte Versorgungskonzepte prägen unseren Alltag. Gleichzeitig verschieben sich politische und regulatorische Rahmenbedingungen, die Finanzierung steht unter hohem Kostendruck, und der Anspruch auf nachweisbare Versorgungsqualität wächst.
Vor diesem Hintergrund wandelt sich Orthoschuh Schweiz (orthoschuh.ch) vom Fachverband zur Fachgruppe. Mit dem Beschluss der Generalversammlung vom 20. November 2023 in Reinach (AG) verabschieden wir uns bewusst von Standespolitik und konzentrieren unsere Ressourcen auf das, was unsere Branche in dieser Transformation am meisten stärkt: exzellentes Fachwissen, wirksame Fachvermittlung, praxisnahe Versorgungstechnik und gezielte Innovation.

Warum dieser Schritt?
  • Ressourcen wirksam einsetzen: Standespolitik bindet viel Energie. Indem wir sie nicht länger selbst betreiben, schaffen wir Raum für Inhalte, die den Alltag in Betrieben, Praxen und Labors direkt verbessern.
  • Tempo der Innovation mitgehen: Von 3D-Scan und -Druck über parametrische Leistenentwicklung über KI-gesteuerte Versorgungssimulationen bis zu intelligenten Materialien – die Innovationszyklen werden kürzer. Unsere Mitglieder brauchen schnellen, strukturierten Zugang zu belastbarem Know-how.
  • Komplexere Rahmenbedingungen meistern: Regulatorik, Qualitätssicherung, Vergütung und Beschaffung werden anspruchsvoller. Praxisnahe Auslegungshilfen und Best Practices helfen mehr als politische Grundsatzdebatten.
  • Herstellung ausser Haus als Standard: Kundenspezifische Lösungen in serientauglichen Prozessen sind im Medizinalmarkt angekommen. Das verlangt neue Kompetenzen in Datenerfassung, Prozessdesign, Fertigung und Outcome-Messung.

Was ändert sich konkret?
  • Keine Standespolitik mehr: Wir führen keine politischen Mandate, Kampagnen oder Lobbying-Aktivitäten.
  • Fachliche Drehscheibe: Wir kuratieren, verdichten und vermitteln Wissen aus Praxis, Forschung und Industrie – neutral, herstellerunabhängig und evidenzorientiert.
  • Transfer in den Betrieb: Unsere Formate priorisieren Umsetzbarkeit: Leitfäden, Werkstatt- und Prozess-Workshops, Fallbesprechungen, Tech-Deep-Dives, Qualitäts- und Messkonzepte.
  • Kooperation statt Konkurrenz: Wir arbeiten mit Hochschulen, Kliniken, Reha-Partnern, Kostenträgern und verwandten Berufsgruppen zusammen, wenn es dem fachlichen Fortschritt dient.

Unser fachlicher Fokus
  • Versorgungstechnik: Podotherapeutischer und biomechanischer Ansatz, Ganganalyse, 3D-Erfassung, digitale Leisten- und Einlagenkonstruktion, additive und hybride Fertigung, Materialkunde, Passform- und Druckvalidation.
  • Qualität & Outcome: Einfache, praxistaugliche Messgrössen, Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung – mit Blick auf Nutzen für Patientinnen und Patienten.
  • Fachvermittlung: Kompakte Weiterbildungen, Micro‑Learning, E‑Learning-Module, Vor-Ort-Workshops. Inhalte nach Kompetenzstufen (Einsteiger bis Expert) und Rollen (Werkstatt, Anpassung, Beratung).
  • Innovation & Transfer: Scouting neuer Technologien, Verlängerte Werkbank und Qualitätsmanagement, Pilotprojekte mit Betrieben, „Sandbox“-Formate zum Testen von Prozessen, Austausch zu Software- und Datenstandards.
  • Schnittstellen im Versorgungspfad: Interprofessionelle Zusammenarbeit (Ärztinnen/Ärzte, Physio, Orthopädie-Technik, Diabetesfachberatung), klare Kommunikations- und Übergabeprozesse.

Was bleibt?
  • Branchenidentität und Handwerk: Wir stehen weiterhin für die Qualität unserer Profession – von der Anamnese über die Herstellung bis zur Nachbetreuung.
  • Neutralität und Verlässlichkeit: Ohne standespolitische Agenda bleiben wir eine unabhängige Anlaufstelle für faktenbasierte Orientierung.
  • Gemeinschaft: Die Fachgruppe ist eine Plattform von Praktikerinnen und Praktikern für Praktikerinnen und Praktiker.

Ausblick: Der Markt von morgenDie nächsten Jahre werden von fünf Entwicklungen geprägt sein – Chancen für alle, die Kompetenz konsequent ausbauen:
  1. Digital durchgängige Prozesse: Vom Erstkontakt bis zur Nachkontrolle entstehen integrierte, datengetriebene Prozessketten. Wer validierte Workflows beherrscht, verkürzt Durchlaufzeiten und erhöht die Reproduzierbarkeit.
  2. Mass‑Customization in Serie: Parametrische Modelle und modulare Baukästen verbinden Individualität mit Skaleneffekten. Das senkt Kosten und verbessert die Vergleichbarkeit von Outcomes.
  3. Nachweisbarer Nutzen: Kostenträger und Politik verlangen transparente Qualität. Standardisierte Messungen (z. B. Druck, Beschwerden, Aktivität) und klare Indikationspfade werden zur Voraussetzung.
  4. Interdisziplinäre Versorgung: Integrierte Netzwerke ersetzen Silos. Erfolgreich sind Betriebe, die Schnittstellen aktiv gestalten – mit klaren Rollen, Datenstandards und definierten Rückmeldeschleifen.
  5. Nachhaltigkeit & Resilienz: Materialwahl, Reparierbarkeit, Lieferketten und Kreislaufdenken gewinnen an Gewicht – fachliche Kompetenz wird zum Hebel für ökologische wie ökonomische Robustheit.
Unsere Fachgruppe begleitet diese Entwicklung mit Orientierungshilfen, Schulungsangeboten, Referenzprozessen und Pilotprojekten – immer mit dem Ziel, bessere Versorgungen effizienter und nachvollziehbarer zu machen.

Der Vorstand:
Dieter Hediger, Roland Meister, Patrick Winkler
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Weiterbildungskurs WBK 23/01

Kursinhalt: Umgang mit Narrativen

Datum: Montag, 20. November 2023
Zeit: 16.00 Uhr
Veranstaltungsrahmen: Mitgliederversammlung OS Schweiz
Ort: Reinach (Kt. AG), Aarauerstrasse 42, Firma Ortopag
Anmeldung ist im Menue Kursanmeldung möglich, die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Eine Anmeldung ist nur mit Bestätigung gültig.
Kurskosten:
Mitglieder: frei
​Nicht-Mitglieder: CHF 120.-


Der Kurs wird in Form eines Dialogforums geführt, Sprache Deutsch. Kursinhalt: Oft sind wir mit Narrativen von Patienten konfrontiert, die unerwünschte Nebenwirkungen orthopädietechnischer Hilfsmittel wie Einlagen, Orthesen oder Spezialschuhe befürchten. "Werden meine Muskeln nicht inaktiv, wenn ich Einlagen trage? Können orthopädische Einlagen schaden?" wird manchmal gefragt. Wir wollen solchen Narrativen nachgehen und diskutieren unter ärztlicher Begleitung von Dr.med. S. Fortuna, Facharzt für Orthopädische Chirurgie.


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 Jahresbulletin 2019

Auf 24 Seiten erhalten Sie Beiträge über:

- Haltungs- und Bewegungssteuerung: Die Körperhaltung im Wandel des Lebenszyklus von Podotherapeuten Dieter Hediger
- I'm alimited Edition! von Anastasia Anastasiadou. Pfiffige Ideen um den Mass-Schuh interessant zu machen
- Der Ago-Klebstoff im Schuhmacherhandwerk von Patrick Winkler. Wie es dazu kam, dass die Handwerker klebten
- Zwei Firmen, zwei Geschäftsideen: von Roland Meister und Stefan Kliegl
- ... und weiteres mehr


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Neujahrblatt 2018

Neujahrsblatt 2018
Auf 52 Seiten finden Sie Interessante Beiträge.
 - Dieter Hediger, Podotherapeut
 - Anastasia Anastasiadou, Orthopädieschuhmachermeisterin
-  Interviews mit Orlando Rada, Philip Taylor, Gerwin Limbach und Patrick Winkler
-  Die Geschichte von den Gummisohlen (Schaltfläche unten zum download)
-  Kurse und Weiterbildung
-  und weiteres mehr

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Leseprobe
Leder vs. Gummi, Vollversion mit Quellenangaben
BildFachseminar im Hause Bauerfeind
Seminar Orthesenapassung MiGeL 23

Am 13. Februar 2017 führte der Fachverband ORTHO SCHUH SCHWEIZ in Zusammenarbeit mit der Firma Bauerfeind ein Seminar für Orthesenanpassung im Bereich MiGeL 23 durch. Neben den medizinischen Grundlagen fand vor allem die individuelle Produktanpassung der Orthesen am Knie und Sprunggelenk breiten Raum. Herr Michál Zacharias, Medical Product Manager aus der Zentrale in Zeulenroda unterrichtete kompetent und erfahren, zeigte die verschiedenen Facetten der Indikationen auf, der Mechanik der Orthesen und Erfahrungen in der Abrechnung. Die Räumlichkeiten der Firma Bauerfeind im zentral gelegenen Oberrohrdorf erwiesen sich als ideal für diesen Kurs, an dem sich 13 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beteiligten.

BildKursleiter Michál Zacharias
Die Kompetenzanforderung im Bereich der MiGeL wird immer höher. Diesem Anspruch sind die Teilnehmer/innen des Seminars nachgekommen, indem sie sich über die medizinischen Hintergründe, Orthesenmechanik, Abgrenzung der Wirkungsprinzipien und Produkte, Anpassungstechnik und Erfahrungen im Gebrauch der Hilfsmittel informiert haben und dafür mit einem Zertifikat und viel Wissen nach Hause gehen durften.

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Neujahrsblatt 2017

„Wissen, was läuft“ heisst die Devise. Daraus ist das Neujahrsblatt des Fachverbandes ORTHO SCHUH SCHWEIZ entstanden, das auf 80 Seiten viele fachliche Inhalte von kompetenten Autoren bietet. Lesen Sie von:

 - Prof. Dr. med. Victor Valderrabano und Dr. med. Dorian Hauke, Fachärzte für orthopädische Chirurgie
 - Anastasia Anastasiadou, Orthopädieschuhmachermeisterin
- Anita Moser und Kobi Levi, Schuhdesigner/in
- Franz Kälin und Werner Schäfer, eidg.dipl. Schuhmachermeister und Schuhmacher
- Dieter Hediger und René Strehler, Podotherapeuten
- und weitere

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Leseprobe

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Roland Meister




Ein neuer Fachverband für die Schuhmacher und Orthopädieschuhmacher

Von Roland Meister
Erschienen im Magazin "Der Pfriem" Nr. 1/2016 Nr. 82 einer E. Zunft zu Schuhmachern, Basel
Schon seit langer Zeit betreibe ich als Nach-Nachfolger von Alfred Gerber, des sehr geachteten Altstatthalters einer Ehrenzunft zu Schuhmachern, am Nadelberg 39 in Basel eine Werkstatt. Ich bin, wie mein Vorgänger, nicht nur gelernter Schuhmacher mit Fachausweis, sondern auch spezialisiert und kompetent in kleinorthopädischen Dienstleistungen. Als mein Lehrling vor einigen Jahren die Prüfung absolvierte, musste ich feststellen, dass mein geliebtes Handwerk kaum noch existiert. Die Zahl der Schuhmacherlehrlinge in der Schweiz tendiert gegen Null, und wie ich erfahren musste könnten wir auch in der Orthopädieschuhtechnik ohne Zuzug ausländischer Fachleute kaum mehr auskommen. Wohin sind sie verschwunden, die vielen Schuhmacher, die einst einen Lehrabschluss gemacht haben? Was ist aus den vielen Schuhmachern und Orthopädieschuhmachern in den Ortschaften und Quartieren geworden, die der Bevölkerung von jeher vielerlei gute Dienste geleistet haben?
Als ich vor zwei Jahren mit vier weiteren Kollegen und einer Kollegin die Mitgliedschaft im lokalen Berufsverband SSOMV beider Basel beantragte, wurden wir allesamt abgewiesen. Wir liessen uns dadurch nicht entmutigen und starteten mit Hilfe eines professionellen Büros eine Umfrage unter allen gelernten Schuhmachern und Orthopädieschuhmachern der Schweiz. Die Rückmeldung der Mehrheit der Schuhmacher klang nicht besonders zuversichtlich und das Resultat hat uns ernüchtert. In der Folge suchten wir nach statistischen Daten, die uns einen vertiefteren Einblick in den Zustand des Gewerbes geben sollten. Langsam kamen die Hintergründe ans Licht: Der Monopolverband SSOMV (Schw. Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachermeister-Verband), der seit diesem Jahr „Fuss+Schuh“ heisst, hat seit dem zweiten Weltkrieg 95% seiner Mitglieder verloren(!). Es gibt heute im Fuss+Schuh/SSOMV mehrheitlich nur noch Meister aus dem Bereich der Schuhmacher und Orthopädieschuhmacher; Schuhmacher mit Fachzeugnis werden nur noch selten neue Mitglieder. In einer Diplomarbeit, die am Verbandsmanagement-Institut in Freiburg verfasst worden ist, habe ich gelesen, dass die Schuhmacher offenbar nicht mehr an einer Verbandsmitgliedschaft interessiert sind – es fehlen ihnen entsprechende Anreize und Angebote. Sind die Schuhmacher interessen- und anspruchslos geworden? Hat es überhaupt noch einen Sinn, sich für die Anliegen des Berufsstandes einzusetzen?
Ja, es macht Sinn und es ist auch absolut nötig, dass sich alle Berufsleute für ihren Stand engagieren! Wir sind aber der Ansicht, dass es in unserem Tätigkeitsbereich eine Alternative zur bisherigen einzigen Standesorganisation braucht. Einige Kollegen, eine Kollegin und ich, darunter die Zunftmitglieder Rosario Seminara und Patrick Winkler, sind zur Tat geschritten und haben eine eigene Fachgruppe gegründet. Sie trägt den Namen „OrthoSchuh Schweiz“. Nomen est Omen, denn von jeher sind wir gelernten Schuhmacher im Feld der Kleinorthopädie beheimatet. Zu den Mitgliedern zählen Orthopädieschuhmacher mit höherer Fachprüfung und mit Fähigkeitsausweis sowie verwandte Berufe wie Podotherapeuten.
Ein Apotheker hat alle Qualifikationen, um seine Kunden bei kleineren Erkrankungen zu beraten; er empfiehlt Hustensaft oder Salben und er misst den Blutdruck. Genauso sind wir Schuhmacher mit Fachausweis qualifiziert, um orthopädische Änderungen an Schuhen vorzunehmen. Wir können Abrollungen, Absatzpuffer oder Fussbettungen anbringen oder Fehlstellungen am Verschleiss der Schuhe erkennen. Da wir ausgebildet sind, Schuhe nach Mass herzustellen, verstehen wir auch die innerste Konstruktion eines Schuhes und sein Zusammenspiel mit dem Fuss. Als Orthopädieschuhmacher sind wir der perfekte Gesundheitsberuf für Fuss und Schuh, und wir leisten hohe Qualität zu fairen und kostengünstigen Preisen.
Die Liebe zum Handwerk fokussiert unser Engagement wie von selbst auf die Berufsausbildung. Unser zentrales Anliegen ist denn auch die Erhaltung und Aufwertung der dreijährigen Schuhmacher- und der vierjährigen Orthopädieschuhmacherlehre. Wichtige Inhalte müssen in dieser Berufslehre verstärkt werden, wenn wir uns im Gesundheitsmarkt als selbstständige Fachleute weiterentwickeln wollen. Im Bildungsplan wollen wir vor allem die Kundenbetreuung stärken; sie soll zusätzlich zu den handwerklichen Fertigkeiten bei der Schuhreparatur und der Mass-Schuhherstellung ein wichtiges Leit- und Richtziel darstellen. Ein gelernter Fachmann bzw. eine Fachfrau darf nicht bloss Hersteller eines Mass-Schuhes oder einer Einlage oder Orthese sein; er/sie muss auch den Kunden bzw. Patienten ausmessen und beurteilen und einen Leisten anpassen und proben können. Das ist die selbstverständliche Grundlage einer jeden Mass-Schuhlieferung. Auch im Bereich der kleinorthopädischen Zurichtungstätigkeit, wo wir seit jeher stark sind, wollen wir die Dienstleistungskompetenz verstärken und mit den Lernenden das Anmessen, Ausmessen und Berechnen vertiefen. Ebenso wichtig ist die Vermittlung der biomechanischen Körperfunktionen, einer Wissenschaft, die in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht hat. Sie muss ebenfalls in den Bildungsplan einfliessen.
Als Präsident des Fachverbandes OrthoSchuh Schweiz haben wir Patrick Winkler gewählt; ich führe das Sekretariat und Dieter Hediger aus Reinach ist unser Kassier. Gerne gebe ich den Mitgliedern einer E. Zunft zu Schuhmachern persönlich Auskunft über unsere Tätigkeit und unsere Ziele. Kommen Sie ungeniert in meinem Laden am Nadelberg 39 vorbei, ich freue mich auf Ihren Besuch. Natürlich werden wir Sie auch im Pfriem über unsere Aktivitäten zur Berufsaufwertung auf dem Laufenden halten.
 
Roland Meister, Orthopädieschuhmacher      

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